Die Weisheit des Tanzes und unsres Körpers enthält wertvolle Ressourcen, die uns Werkzeuge für das Überleben auf diesem Planeten bereitstellen. - Anna Halprin

Der Wald als Partitur

Kollektiv Komposition/ 12. Juni 2016/ Kulturzentrum Wilde Rose, Melle (D)

Wie klingt der Wald?
Was fragen die Bäume?
Wie stehen sie zueinander?
Findet er sich schön?
Ist er ein Schwarm?
Wer schläft unter seinen Fittichen?
Scheint der Mond für alle?
Liebt der Wald den Menschen?
Hat er Zeit?
Wovon träumt er?
Wie tanzt er?
Was erzählt er?
Wie schmeckt er?
Und wo sind wir?

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Das Projekt DER WALD ALS PARTITUR erforscht im ästhetischen Experiment. Es lässt sich auf einen inspirierten und assoziativen Dialog mit dem Wald ein. Dringt tastend und ahnend in Kreisläufe und Netzwerke des Waldes vor.

Alle KünstlerInnen entwickelten gemeinsam diese spartenübergreifende Kollektiv-Komposition mit Tanz, Musik und Texten. Sie wurde für das Publikum in einer zweiteiligen Performance realisiert: im Wald direkte Interaktion zwischen Künstler und Natur, in der Architektur des Menschen Abstraktion und Verdichtung.

Musiker:
Pia Raum – Gesang und Stimme
Fanja Raum – Sopran + Alto Saxophon
Andreas Kaling – Bass Saxophone
Susanne Schulz – Violine
Willem Schulz – Violoncello
Marcus Beuter – Electronics
Barbara Schulz – gesprochenes Wort

Tänzer:
ReEnter – Minako Seki Company
Minako Seki
Maristela Estrela
Sarah Isabel Beckmann
Ralf Meander

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Crescendo

Diplom Solo Performance/ 27. Mai 2015/ Labortheater/ Hochschule für bildende Künste Dresden

Crescendo ist ein lauter werden, ein sich steigerndes Erklingen und sich einbrennen in Raum und Zeit und Mark und Bein. In Crescendo bahnt sich der  tanzende Körper seinen Weg und wird dabei mehr und mehr zu Materie, die zurückbleibt, als Erinnerung, eines sich Herausschälens, hin zu etwas Neuem.

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Die Fotografien und Skulpturen die während der Performance auftauchen, sind Metaphern für die Spuren unserer Erinnerungen und der Stärke ihrer Einschreibung in unseren Sinn. Poetisch versinnbildlichen die Aufnahmen, dass alle äusseren Bewegungen und Ausdrucksweisen, von ihrem Wesenskern her, Spiegelbilder eines seelisch-emotional und körperlichen Ursprungs sind.

Geplant sind eine Neuaufnahme und Erweiterung der ursprünglichen Choreographie, auf eine Länge von 50min.
In Zusammenarbeit mit Musikern und weiteren Tänzern möchte ich experimentell die Verbindung von Bewegung
und Klang tiefer erforschen. Die Thematik des Stücks soll dabei noch mehr ausgereizt und gemeinsam in Ko-Kreation weiterentwickelt werden.

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RhinoZero

Kollektiv Theaterstück/ 2014/ Labortheater/ Hochschule für bildende Künste Dresden

In RhinoZero lenken wir das Augenmerk auf die gegenwärtige Situation dieser gigantischen Tiere. Mit Sensibilität, Humor und Poesie möchte das Multimediale Tanz-Theaterstück, über die unkontrollierte Wilderei von Nashörnern, zum Nachdenken anregen.

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Alle im Stück vorkommenden Requisiten sind selbstgebaute Theaterplastiken. Das Muttertier ist eine bewegliche Kostüm-Plastik. Man kann es zu zweit ,von innen her animieren und zum Leben erwecken. Das Rhinozeros-Jungtier ist von aussen führbar. Es bewegt Beine, Augen und Hals.

Performer:
Laura Sanwald
Quentin de Robillard
Ralf Meander
Johanna Geerkens

Regie:
Thomas Herbst

Puppen:
Johanna Geerkens und Ralf Meander

Licht & Bühne:
Roland Scheurich

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Winterritual

A New Story / Community Ritual Performance/ 2016/ Schloss Glarisegg (CH)

Von Anfang Januar bis Ende Februar finden überall verteilt in der Schweiz und auch Andernorts in Europa verschiedene Winteraustreibungsbräuche statt. Masken-Kreaturen ziehen dabei lärmend, an besonderen Tagen, über die Naturgrenzen in die Dörfer und kleineren Städte hinab, um dort ihr Unwesen zu treiben und so manchen verstockten menschlichen Atem und Sinn, wieder zu neuem Leben zu erwecken.

Dieses Maskenritual fand Ende Februar am Waldrand, auf Schloss Glarisegg, im schweizer Kanton Thurgau statt. Ein Geschichtenerzähler erzählte einleitend vom Mythos der Waldgötter, bis plötzlich die Worte lebendig wurden… Der Waldgott kam verkörpert durch ein wurzeliges Wesen ins Menschendorf, um die Bewohner zu fragen, warum sie nicht mehr zu ihm in die Wälder kommen, wie einst. Sind erstmal Ehrfurcht und Ängste entpuppt, kommt es zu einer Segnung und zu einem großen gemeinsamen Gesang.

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The Story

There was a village not far from here which was close to a big forest.  There was this old believe that when you go to the forest, something bad will happen. There are living creatures, spirits they wanna hurt you. So the people of the village never went to the forest for many generations. But on one special evening in springtime was this strange strong sound coming from the forest. The Village people were very affraid, that they immediately run into their houses and shut their doors and closed the windows. They covered the windows with curtains and stayed very silent inside.

As the Sound became stronger and closer, when it arrived in the village center, a little child was curious and run to the window and opened the curtain, just to see what is there. Then it could see this beautiful magnificent creatures who had no one ever seen before. It was Green, with beautiful flowers and berries growing on it. This child was so attracted that it immediately run out of the house. His Mama and Papa tryed to grab the child but it was faster. When it went out it saw many other children. They all saw this beautiful creatures. They all went closer and also the parents and elders came out of their houses and saw it standing in the center of the village.

The creature said to them: „Finally, finally i see you. I was waiting for you, so so long. I planted this beautiful forest, with plenty of beautiful trees, flowers, tasty fruits and mushrooms.“ The people were just watching. Then it asked them: „Why don´t you come to the forest?“

One of the village elders answered: „There is this strong believe, that when the people go to the forest something bad will happen.“ The creature stand still for a moment and replyed:

„Well, sometimes it´s good to forget about old storys and create new storys!

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Life/Art Process - Ritual Performance

Kollektiv-Healing-Score/ Mai 2016/ Heilkräutergarten, Haus am Schönberg/ Freiburg im Breisgau (D)

Die zentrale Philosophie des Tamalpa Life/ Art Process nach Anna und Daria Halprin ist, dass wir in Kontakt gehen mit unserer Lebensgeschichte durch den Körper und Bewegung. Es ist ein sich Ausdrücken über die Kunst, den freien Tanz, die Stimme, über darstellende Mittel oder über die Poesie des kreativen Schreibens und Malens. Das Finden innerer Bilder spielt hierbei eine entscheidende Rolle. Was auch immer in unserem Körper wohnt, ob Verzweiflung, Angst, Wut oder Freude, wird auftauchen, wenn wir tanzen. So wird der Tanz zur Metapher und Mittel zur Erkenntnis und Veränderung.

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In meiner eigenen Selbstportrait Ritual-Performance, ging ich durch verschiedene Verwandlungsphasen hindurch. Ich konfrontierte mich als Berg und Vulkan meiner Unnahbarkeit, Einsamkeit, Rauheit, inneren Stille und dem dort wohnenden Schmerz. Aus dem Berg wurde ein Tempel, wo ich durch den Gesang der Winde und Klänge der Steine als Phönix erwachte. Er flog auf, um das Eis zu schmelzen, flog tiefer hinab ins Tal zu einem Bergahornkreis, wo er selbst zum Baum unter Bäumen wurde. Daran erwuchs eine wunderschöne Blume, die alles bis hinunter in die Tiefen des Meeres, zum singen brachte. Dialog, verbundene Kommunikation, Verbindung zu Landschaften, Pflanzenwesen, Tieren und zur tragenden Gemeinschaft unter Menschen, Freunden und sich Liebenden… Der Weg ist stetige Wandlung!

Ich erlebe meinen Life/Art Prozess und die Performance am Ende, als Anfang und Manifestation der Dinge, die ich rufe und neu einlade in mein Leben. Symbole, Dichtungen, Lieder, Bewegungen laden mir neue, mich nährende Ressourcen in mein Leben ein. Die Symbole auf meinen Malereien erfahre ich wie prophetische Voraussagen, wie Teile aus Träumen die mir wirklich in meinem Leben begegnen. Die Alpen, der Ozean und die Kalifornische Landschaft, die Begegnung mit Walen und einer riesen Schildkröte, Auseinandersetzungen und Lösungen wurden Teil meiner Realität und echten Erfahrung. All jene Bilder kamen zu mir und ich zu ihnen. Das Unterbewusstsein, die Kunst, informiert die Lebensrealität, bringt Neues ins Bewusstsein. Sie hilft mir dabei die richtigen Schritte zu gehen, auf die inneren Wahrnehmungen und meine Intuition zu vertrauen.

Performer:
Ralf Meander
Jonas Hehl
Ute Faust
Naomi Röck
Iris Wangler
Birgit Pemberger

Scoring & Malerei:
Ralf Meander

Fotografien:
Jill Michels
Thomas Bleisch

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