Vita

aktuell lebt und arbeitet in Zürich/ Schweiz
seit 2015 Studium in der Kunst des Berührens/ Shiatsu und im Tamalpa Life/Art-Prozess in Kalifornien
2009-2014 Bildhauerei Studium an der Hochschule für Bildende Künste Dresden
2002-2004 Ausbildung zum Grafiker
geb. 1984 in Karl-Marx-Stadt (Chemnitz)

Meander steht für Authentizität, natürlichen Fluss, Schönheit und Richtungsänderung. Es steht im Kontrast zur gesellschaftlichen Geradlinigkeit und künstlichen Einschränkung. Es nährt sich und wächst durch viele verschiedene Einflüsse und Quellen. Der meandernde Fluss strebt spielerisch und kraftvoll hin zum weiten Meer, seiner Bestimmung und Vollendung entgegen.

So wie ich mich selbst durchs Leben bewege passt die Form und der Charakter eines Meanders sehr stimmig zu meinem Wesen. Dieses würde ich als weltoffen, handfest, spirituelle, kreative Kraft beschreiben. Eine wache Intuitionsgabe schenkt mir in meiner künstlerischen und therapeutischen Arbeit, Zugang zu tieferen Ebenen der Seele. Die Elemente in mir sind eine Mischung aus lebendiger Erde, von leidenschaftlichem Feuer, lyrischer Luftigkeit und einer Herz warm meandrierenden Wasserenergie. Ich liebe es Menschen als Connector zusammen zu bringen und zu Neuem Denken und Handeln zu inspirieren.

Der Schwerpunkt meines lebens-künstlerischen Schaffens bewegt sich zwischen den Feldern der bildenden, darstellenden, und heilenden Kunst.

Die ersten Jahre meines künstlerischen Schaffens widmete ich der Fotografie, Malerei/Grafik und später der Bildhauerei und dem Tanz als Heil- und transformative Performancekunst. Jedes Medium hatte dabei seine Zeit, des Ausprobierens und Auslotens, der Leidenschaft und des wieder Loslassens, um für neue Ausdrucksmöglichkeiten wieder offen zu sein. Schon während des Studiums sowie danach, arbeitete ich professionell für Festivals, Museen, Theater und Opernhäuser, wo ich gestalterisch dreidimensionale Lösungen für Bühnenbilder mitentwickelte und plastisch umsetzte.

Meander Kunst soll lebendig und dem Leben dienlich sein. Sie soll atmen und Atem geben, sowie transformative Prozesse unterstützen.

Theater

Was mich an der Welt des Theaters besonders fasziniert, ist das kreative Zusammenwirken der vielen künstlerischen Gewerke, die Hand in Hand für das letztendlich große gemeinsame Ziel, der Aufführung des Stücks, des Gesamtkunstwerkes hinarbeiten. Wenn dann der Zauber dieses Zusammenspiels sich auf der Bühne entfaltet, sind dass wundervolle magische Momente. Auch dabei die Gemeinschaft zu spüren und zu wissen, dass jeder sein Bestes gegeben hat, erfüllt mich mit Zufriedenheit. Lange habe ich mir all die Schönheit und bizarren Zusammenhänge hinter und vor dem Theatervorhang angeschaut. Künstlichkeit und Realität liegen dabei eng zusammen. So baute ich lebensgroße Bäume aus Styropor und Kunststoffen, alles Materialien die aus Erdöl geschaffen sind. Das Erdöl wurde auf ursprünglichem Amazonas Regenwaldgebiet gewonnen, wo tausende Bäume, Pflanzen und Tierarten ihren Lebensraum hatten. Ich baute aus diesem toten Material wieder Bäume, die aussehen wie Bäume und doch kein Leben in sich tragen, die sich in kein organisches Kreislaufsystem mehr einfügen. Sie tragen aber diese Geschichte ihres Leidens, zurück zu mir, als Spiegel meines menschlichen Leidens, der Trennung und Unverbundenheit mit Natur und zur Erde. Meist werden die Bühnenbilder nach ihrem Ableben zur Lagerlast oder zu schwer zu recycelndem Sondermüll. Nach dem Verstehen dieser Zusammenhänge entschloss ich mich keine künstlichen Bäume mehr zu bauen, sondern stattdessen lieber lebende Bäume zu pflanzen. Aktuell habe ich mich spezialisiert auf den Bau von rituellen Masken, wo ich mit Künstlern, Laien und in kunsttherapeutischen Kontexten performative Transformationsarbeit mache.

Gemeinschaft

In der Übergangszeit lebte und arbeitete ich für ein Jahr in der Lebensgemeinschaft und Ökodorf auf “Schloss Glarisegg”, am schweizer Bodensee, wo ich Bäume pflanzte, eine lebendige Kreiskultur kennenlernte, einen “Ecovillage-Designkurs” besuchte, musizierte und Klanginstrumente baute.

Gemeinschaft bedeutet für mich Vielfalt, teilen, verbunden Kommunizieren, Bereitschaft durch gute sowie unangenehme Zeiten zu gehen, zusammen zu halten, zu experimentieren, gemeinsam einer Vision zu folgen und für etwas, wie z.B. Nachhaltigkeit einzustehen. Geteilte Spiritualität, Kunst und Bewegung sind für mich wesentliche Bausteine, die in meiner Gemeinschaft nicht fehlen dürfen. Gelebte Gemeinschaftskultur kann eine Form von Friedensarbeit in der Welt sein.

Tanz

Der Körper, der tänzerische Ausdruck und eigene innere Heilungsprozesse, rückten mehr und mehr ins Zentrum meiner Aufmerksamkeit und Leidenschaft. Durch die Auseinandersetzung mit dem japanischen Butoh, Kontakt Improvisation, 5 Rhythmen und Movement Medicine begann sich meine Körper- und emotionale Sprache, sowie meine Beziehung zu mir selbst und anderen vielgestaltig zu wandeln. Im Tanz schien mir fast alles möglich. Der stetige Wandel der Bewegungen, die so vielen unerzählten Geschichten auf einmal Raum und Bühne gaben. In Schönheit und Dunkelheit, Poesie und Hingabe, Schweiß und Gebeten…

Im sogenannten “Life/Art-Prozess”, entwickelt von Anna, Daria und Lawrence Halprin (Kalifornien/USA) fand ich physisch, künstlerisch und spirituell ein neues Zuhause. In dieser Methode fand ich alle meine bisherigen Erfahrungen verbunden und intuitiven Vermutungen bestätigt, dass alles mit einander verbunden ist. Atem, Ozean, Musik, Bewegung, Baum, Gefühl und Gitarrensaite. Alles ist miteinander verwoben und spricht in geheimnisvollen Sprachen. Leben wurde mir zum Tanz und Lied. In einer längeren Studienreise lernte ich in Süddeutschland und Kalifornien am Tamalpa Institut den Life/Art-Prozess zu unterrichten, machte eine Weiterbildung in “Rebirthing Breathwork”, mehrere Kurse in “Zen Shiatsu” und begann mich intensiv mit Konzepten für ein nachhaltiges Leben auf der Erde zu beschäftigen.

Nachhaltigkeit

Auf meiner Amerikareise begegnete ich auch Joanna Macy und ihrem Lebenswerk “the Work that Reconnects”. Diese Arbeit ruft die Allverbundenheit mit allem Leben in unser Bewusstsein und ist eine Landkarte für persönlichen Ermächtigung und Transformation.

Inspiriert von all diesen Erfahrungen gebe ich verschiedene Workshops und Klassen mit Tanz, Atem-, Natur- und Körperarbeit. Ich arbeite als Körper- Bewegungstherapeut und Life/Art Coach kreativ künstlerisch mit Gruppen, Gemeinschaften, in Organisationen, Bildungseinrichtungen und in Schulen, wo ich nachhaltiges Bewusstsein für unseren Körper und die Umwelt unterrichte. Themen in meiner Arbeit sind Nachhaltigkeit, Allverbundenheit, Authentizität, verbundene Kommunikation, die Kunst zu Sein und des Wandels… Ausserdem arbeite ich freischaffend als Künstler, mache Ausstellungen, gebe öffentliche Konzerte und choreographiere Solo und Gruppen Performances.

Artist Statement

Es gibt eine essentielle Verbindung zwischen Kunst und Leben, welche Heilung und Wandlung einleiten kann. Ich glaube das Bewegung und Tanz für Menschen ein Weg zu einem mehr verkörperten und kreativen Leben sein kann. Sie sind ein Weg, sich authentischer und tiefer mit der eigenen Natur zu verbinden, um die volle Bandreite menschlicher Gefühle auszudrücken. Wenn unsere Kommunikation und Lernen hauptsächlich über Computer und einem Körper fremden Leben stattfindet, scheint es immer notwendiger uns wieder mit dem eigenen Körperwissen und Gefühlen, mit der Kreativität in uns zurück zu verbinden.

Ich glaube das Bewegung und die Ausdruckskünste eine essentielle Rolle in der Heilung unserer Welt spielen kann. Ich glaube sie sind verkörpertes Lernen und Wandel. Kunst sollte in unserer Kultur nicht an zweiter Stelle stehen bzw. von seiner Vermarktung und akademischen Graden abhängig gemacht werden.

Für mich sind die Künste ein kraftvoller Weg zu provozieren, zu hinterfragen, um Wissen zu kommunizieren, Empathie zu wecken und Gesellschaft zu transformieren.

Der Körper, die Bewegung und Kunst rufen uns in eine aktive und kreative Beziehung mit uns selbst, miteinander und der Welt. Die Integration des Körpers, Bewegung, Kunst, Heilung, ist mein ethisches Kriterium für ein nachhaltiges Leben. Ich glaube das ein Lebens Kunst Prozess der zu uns spricht, die Realität und zwingenden Bedürfnisse von Individuen und Gemeinschaften ausdrückt, ein neues Paradigma für Bildung, Therapie und sozial- gesellschaftliches Handeln sein kann.

Kunst ist nie nur Selbstzweck. Kunst dient, ist Mittler, ist Heiler. So wie sie mein Leben berührt, berührt sie auch das der anderen.

Meine Aufgabe als Künstler sehe ich darin ein physisch, emotional, mental und spirituelles Bewusstsein für Zusammenhänge im Leben zu schaffen. Jeder Mensch ist Teil eines großen Ganzen. Nur ein sorgsames nachhaltig orientiertes Handeln, im Umgang mit den alltäglichen materiellen Gütern, der Umwelt mit ihren Lebewesen und Organismen sowie unserem eigenen physischen Leib, kann zur Erhaltung und Regeneration des Lebens auf unserer Erde beitragen.

Ich sehe mich in der Verantwortung selbst nach jenen Prinzipien in nachhaltiger Weise zu handeln und in anderen dieses Bewusstsein zu wecken, um durch einen möglichen inneren, einen äußeren Regeneration bringenden Wandel hervorzurufen.

Werte

  1. in beständiger Partnerschaft, im Einklang mit der Natur, Natur sein
  2. regenerativ arbeiten, statt ausbeuterisch
  3. Förderung von Vielfalt
  4. Kreativität und Fantasie freisetzen
  5. Vernetzung/ Teamarbeit/ gegenseitige Hilfe
  6. Gerechtigkeit, Großzügigkeit, Leidenschaft, Ehrgeiz, Freude und Risikobereitschaft
  7. für eine bessere nachhaltige Welt arbeiten (“rechte Lebensweise”, im Buddhismus…das ich vor mir selbst und den eigenen Kindern glücklich bin)
  8. scheitern und wieder aufstehen

Vision

Meine Vision ist es, durch Tanz, Kunst, Musik- und rituelle Performancearbeit, Menschen zusammen zu bringen. Mit einfachen Methoden, praktischen Werkzeugen und freier Improvisation, möchte ich kreativ- dialogische Räume eröffnen, wo Verbundenheit und Heilung auf verschiedenen Ebenen geschehen kann.

Ich träume davon, zusammen mit anderen eine kreative Kreis-Kultur zu schaffen, die die Umwelt in jedem Schritt der Prozesse berücksichtigt und ermutigt, Lösungen zu schaffen, die wertschöpfend sind, nicht nur für jetzt, sondern auch für zukünftige Generationen.

Ich träume von einer vielfältigen, gesunden und gerechten Welt mit sauberer Luft, Wasser, gesundem Boden, sauberer Energie – einer Menschheit die wieder mehr im Gleichgewicht lebt, mit sich selbst und dieser Umwelt, an der man sich nachhaltig erfreuen kann.

Ich träume von einer Erde auf der wir uns als Spezies gemeinsam weiterentwickeln können (ökonomisch, ökologisch, sozial, spirituell), anstatt uns der Vielfalt zu berauben und alles zu zerstören, was uns das Leben ermöglicht und schenkt.

Ich träume von einer Welt die wir feiern, als lebendiges Kunstwerk!!!

Für all das stehe ich persönlich ein. Mit meinem künstlerischen Schaffen und der Arbeit mit Gruppen und Gemeinschaften, verschreibe ich mich zu gemeinsamem Träumen, einem Träumen was neue nachhaltig wertschöpfende Wirklichkeiten generieren soll.

Ausbildung

Körper- Atem- Energiearbeit

Shiatsu-Ausbildung im Kientalerhof (CH); “Rebirthing Breathwork” bei Leonard Orr (USA); Mantak Chia (TH) “Healing Tao”

Gemeinschaftsbildung/ Kreiskultur

im Ökodorf und Lebensgemeinschaft auf “Schloss Glarisegg” (CH)

Tiefenökologie & gelebte Nachhaltigkeit

“the Work that Reconnects” bei Joanna Macy (USA)

Tamalpa – LifeArt Process/ Expressive Art Coach und Gruppenleiter

Anna Halprin (USA); Daria Halprin (USA); Petra Eischeid (D) und Tamalpa Institut Germany

Butoh Tanz

Minako Seki (J) “Seki Method”; Ko Morobushi (J); Atsushi Takenouchi (J) “Jinen Butoh”

Contact Improvisation

Nita Little (USA); Andrew Harwood (CA)

Kunststudium – HfbK Dresden

Sandor Doro (HU) “künstl. Anatomie/ Aktzeichnen”; Ulrike Crossarth (D) “künstl. Bewegunsstudien”; Dietmar Rübel (D) “Kunstgeschichte”; Ulrich Eissner (D) “Theaterplastik/ Bildhauerei”

Ausstellungen

2016 Wandlungs Mhythen, Schloss Glarisegg, Steckborn (CH)
Power Storys, Gemeindezentrum Hottingen, Zürich (CH)
2014 Crystallisation of the invisible, Hochschule für Bildende Künste, Dresden
2013 Tree of Life, Fusion-Festival, Lärz/ Mecklenburg-Vorpommern
Moving Paths, Gotischer Saal, Berlin
Puls und Rauschen, Büchers Best, Dresden
2012 Via Sacra, Klosterkirche St. Annen, Kamenz
2011 Zeichen Sprache, Hochschule für Bildende Künste, Dresden
Flur, Eubabrunn/Vogtland
2010 Strömungen/Proudeni, Riesa Efau, Dresden
2009 ROZ21, Runde Ecke des Riesa Efau, Dresden
5. Internationalen Bildhauerwerkstatt, Nebelschütz/Lausitz
2008 the next art, Esperanto, Chemnitz
2007 Begehungen, Chemnitz